Kinderfotos im Netz und OGH Urteil

Ich sehe sie überall, in Storys, in Feeds, auf Fotos und Videos, vor allem jetzt in der Urlaubszeit: Kinder. Zugänglich gemacht für die ganze Welt. Darum habe ich mir überlegt, den Versuch  zu starten, das objektiv zu betrachten.

Gute Sache, oder eher nicht?

Ich habe selbst zwei Kinder, daher kenne ich das Bedürfnis, ja den Drang, alles über sie zu erzählen, andere an Meilensteinen teilhaben zu lassen, und Fotos und Videos herzuzeigen. Wie praktisch für die weit entfernt lebenden Verwandten und Freunde.

Zugegeben, ich habe das früher auch getan. Gott sei Dank nur für einen eingeschränkten Personenkreis. 2009 bin ich erstmals einem sozialen Netzwerk beigetreten: Facebook. Das war eine ganz neue Welt für mich, und ich habe vorsichtig die ersten Schritte getan. Schnell hat es mir viel Spaß gemacht, und ich habe gepostet, kommentiert und geteilt.

10 Jahre später, im Jahr 2019, bin ich immer noch begeistert auf allen möglichen sozialen Netzwerken unterwegs. Ich müsste zählen, es sind, glaube ich, ungefähr 10. Mindestens. Aber ich bin schlauer geworden. Und vorsichtiger. Nach einem Jahrzehnt Erfahrung und dem Lesen von unzähligen Büchern, Artikeln, Blogbeiträgen von anderen Bloggern kann ich die Frage:

Soll man private Fotos seiner Kinder ins Netz stellen?

nur wie folgt beantworten, und ich bitte euch Leser, auch nach meiner Antwort noch weiterzulesen, und nicht genervt die Seite zu schließen:

NEIN

Wirklich gar keine? Nein.
Eine Ausnahme sind für mich persönlich Gruppenfotos von Sport- und Schulveranstaltungen, oder ähnliches.
Einem eingeschränkten Personenkreis vielleicht? Nein.
Trotzdem können die Fotos die Runde machen.
Und in der Story? Die löscht sich ja nach 24 Stunden! Nein.
Screenshots kann man trotzdem machen.

Foto: pixabay

Von meinen Kindern findet man aktuell nur ganz, ganz wenige Fotos, bei denen das Gesicht nicht erkennbar ist, und sogar bei diesen habe ich sie um Erlaubnis gefragt. Ich habe sehr viel mitbekommen, und man kann sich kaum vorstellen, was heutzutage an fast jeder Schule an Mobbing und Cybermobbing abläuft. Ein altes Foto von einem Schüler/einer Schülerin ausgegraben, am Account der Mama gefunden beispielsweise, und los geht die Hetzjagd.

Außerdem: was sollen unsere Kinder davon lernen? Dass man einfach so ungefragt Fotos ins Netz stellen darf? Was, wenn sie euch einmal fotografieren, am Zeltfest mit Bierglas in der Hand, und auf Instagram hochladen? Ihr habt es ja selbst so gehandhabt.

OGH Urteil 
OGH | 15 Os 176/15v | 13.01.2016 | 

Am Ende möchte ich euch ein Urteil nicht vorenthalten, das bitte jeder selbst lesen und seine Schlüsse daraus ziehen soll: 

Eltern können für ihr minderjähriges Kind nicht in eine mediale Berichterstattung einwilligen, die dessen höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt. Link

SOCIAL MEDIA LEITFADEN FÜR ELTERN !
gratis Download anfordern!
10 Seiten 
mit den 10 von unseren Kinder meist genutzten Apps 
mit je 10 wichtigen Tipps dazu!

Folge mir auf Instagram oder Facebook (die icons findest du links), schreibe mir über den dortigen Messenger eine Nachricht, und du erhältst über diesen auch den Downloadlink. Es erfolgt von meiner Seite keine Speicherung der Daten. 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: