Alles Handy oder was?

Unlängst bin ich über ein Meme gestolpert, aus dem hervorging, dass heutzutage alle nur am Handy hängen und wie traurig das nicht wäre. Ganz ehrlich, denkt ihr das auch oft?
Nachdem mir das schon öfter passiert ist, habe ich mir gedacht: jetzt schaue ich mal bei mir selbst, ob das stimmt.
Ja, es es ist so. Ich verwende mein Smartphone sehr oft. Wirklich oft. Aber warum?

Als ich ein Kind/eine Jugendliche war, gab es überhaupt keine Handys. Was habe ich da gemacht?
Mit meinem Walkman, später mit MP3-Player, Musik gehört.
Bücher gelesen wie eine Verrückte (ich schaffe einige hundert Seiten pro Tag, wenn ich Zeit dafür habe 😉 ). 
Mit meinem Tric-O-Tronic (dann kamen die Gameboys) gespielt.
Ferngesehen, oder Videokassetten geschaut (später dann DVDs).
Radio gehört.
Mit meiner Kamera fotografiert und dann die Fotos am PC bearbeitet.
Später bin ich oft vor dem Computer gesessen, um E-Mails abzurufen oder nach Informationen zu suchen. Das ging damals nur zu Hause mit einem 56k Modem über die Telefonleitung.
Zeitung gelesen mittels Abo.

Einkaufen, das war immer eine Challenge. Ich bin ja niemand, der gerne shoppen geht. Etwas Bestimmtes kaufen zu wollen, bedeutete, ewig in der Gegend herzumzufahren und Geschäfte abzuklappern. Ich erinnere mich, als ich 16 war, wollte ich einen Rock für die Tanzschule. Schwarz, kurz, in A-Linie. Ich habe dafür in gefühlt 100 Geschäften gesucht. Heute? Onlineversand. Rock auswählen, dazu filtern nach Farbe, Länge, Form, etc. Und fertig.

So, und all das, was ihr im letzten Absatz gelesen habt,  mache ich heute mit dem Handy. Alles. Ich pendle 2,5 Stunden täglich, und mein Telefon weckt mich und eine App sagt mir, wann die Züge abfahren und ob es Verspätungen oder Ausfälle gibt. In der Zeit erledige ich Dinge mit meinem Telefon oder nutze es zur Unterhaltung. Ich höre damit Musik und Hörbücher, lese, spiele, schaue Filme und Serien, höre Radio, kaufe ein, verwende es als Navi, lese und beantworte E-Mails, mache Fotos und Videos und bearbeite diese mit Apps, lade sie in den sozialen Netzwerken hoch oder verschicke sie. Mittlerweile habe ich meine Kamera eingemottet, weil mein Handy bessere Fotos macht.

Dank Facebook und Instagram habe ich Kontakte zu Menschen, die ich sonst nicht hätte, und die sich manchmal offline fortsetzen. Bei manchen Apps muss man halt vorsichtig sein, sich damit befassen und die richtigen Einstellungen tätigen.

Versteht mich nicht falsch, das ist keine Aufforderung, nur am Telefon zu hängen, schon gar nicht für Kinder. Aber ich bin jemand, der darin Positives sieht und alles mal ausprobiert, statt über Neuerungen gleich negativ zu urteilen. Ich bin glücklich über das „all in one“ Paket und möchte es nicht mehr missen. Das Foto für diesen Artikel wurde übrigens auch mit meinem Handy gemacht (und bearbeitet). Auf einem Stativ, und ausgelöst habe ich mit einer kleinen Bluetooth Fernbedienung in der rechten Hand 😉  Have a h-APP-y life!

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